Donnerstag, 8. April 2010

Tag 1 Jakobsweg - Die Odyssee beginnt -

Eigentlich hat meine Reise mit dem Zug richtig gut angefangen... eigentlich...
Der TGV nach Paris Est ist gestern puenktlich (die Spanier haben kein ueh) in Frankfurt zur Abfahrt bereitgestellt worden und hatte nur wenige Minuten Verspaetung bei der Abfahrt.

Ueber Mannheim ging es dann an meiner Heimatstadt Neustadt a.d. Weinstrasse vorbei (ein scharfes "s" haben sie auch nicht)

Bemerkenswert ist, dass sich meine Mum in Hassloch (kleines Kaff kurz vor Neustadt) an den Bahnhof gestellt hat und einem mit 180 km/h vorbeirauschenden Zug zugewunken hat. Du warst bestimmt da, habe auch ein Filmchen (werde ich noch einstellen) gemacht. Aber bei so einer Geschwindigkeit jemanden zu identifizieren faellt dann doch schwer. Der Gedanke zaehlt. Danke dafuer.

Nach Mannheim gings dann ueber Kaiserslautern, Saarbruecken, Forbach nach Paris Est. Von dort aus steigt man dann in die Metro und faehrt wie in meinem Fall zum Gare d´Austerlitz. Hat auch super geklappt. Ich war um 22:30 Uhr dort und hatte somit noch fast eine dreiviertel Stunde Zeit bis der Nachtzug

bis nach Irún gestartet waere. Waere deshalb, weil er nicht gestartet ist.

Die Franzosen haben, wie wir alle wissen, eine besondere Streikkultur. Wenn ihnen etwas auf den Wecker geht, streiken sie. Diesmal wurde die Bahn bestreikt. Und ich mitten drin.

Ok, zuerst mal Ruhe bewahren und die Schaffnertante fragen wie es weiter geht. Der naechste Zug Richtung Irún faehrt morgen (fuhr heute) frueh. Bis dahin kann ich es mir gerne im eigentlich gebuchten Schlafwagen bequem machen. Ticket fuer den Zug wird uebertragen, alles ok... Nun gut, konnte man nix machen, habe also ein bischen im Schlafwagen geschlafen um dann recht frueh aufzustehen.

Es ging also heute morgen um 7:10 Uhr mit dem TGV vom Gare Montparnasse nach Bayonne (wo um Himmels Willen ist Bayonne? ). Um 12:30 in Bayonne angekommen um dann von einer anderen Schaffnertante gesagt zu bekommen, dass bald ein Bus nach Hendaye (kurz vor Irún auf franzoesischer Seite) faehrt. Gut, passt... Tag ist zwar nicht mehr zum Gehen geeignet aber zumindest ist man da wo man hinwollte. Am Busbahnhof habe ich Daniel aus Trier kennen gelernt. Er moechte auch den Kuestenweg gehen und hat auch Irún als Startort ausgewaehlt.
Bus kommt, Bus voll, Bus weg :-)
Nun gut, der naechste kommt in einer Stunde. Sind ja nicht auf der Flucht. Aber, und da muss man den Leutchen von der SNCF ein Lob zukommen lassen. Die haben tatsaechlich drei Taxen fuer die Leute organisiert, die nicht in den Bus gekommen sind. Wir waren also unterwegs nach Hendaye.

In Hendaye angekommen sind Daniel und ich die 3 Kilometer zur Herberge

gelaufen und haben uns einquartiert.


Kann in diesem Internetcafe hier keine Bilder einstellen. Mache ich wenn es mir moeglich ist.
Kurz geduscht und nun sitze ich nach einer etwas anders verlaufenen als geplanten Anreise in einem Internetcafe, knabbere "Tuc-Bacon" *lecker* und schreibe diese Zeilen.

Werde mich bald zu Bett begeben (um 22:00 Uhr werden die Lichter ausgemacht) um morgen frueh gestaerkt loslegen zu koennen.

Gute Nacht

P.S.: .... Frankfurt und so... :-)

9 Kommentare:

  1. Hey...angekommen :) Gratuliere!
    Damit du siehst, dass auch gelesen wird...hier gleich ein Kommentar: "der Weg ist das Ziel", passt doch bei dem Start oder?! Und so bist du wenigstens nicht schneller als dein Schutzengel, hat auch was. Good walk von uns hier
    Dea + 3

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  2. Na dann, auch von mir ein Zitat ;-)
    Life is what happens to you when you're busy making other plans.
    John Lennon

    Schön, dass Du angekommen bist, wenn auch anders als geplant.
    Wünsche Dir alles gute für Deinen Weg

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  3. ...zum glick war ich ned debei, isch häd en pulls krichd vun zwähhunderd... ball...
    gruhs margus

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  4. tja, bruderherz, es hat keiner gesagt, dass es einfach wird...!!
    weiterhin daumen drückt....dein lästerschwein...äh schwesterlein

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  5. Wir hätten Dir und Godzilla auch gerne zugewunken wir wussten jedoch nicht in welchem Zug du sitzt.

    Grüße aus NW

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  6. Jo Markus, Du hättschd en Puls vun zweeehunnerd kappt :)
    unn, der heest ned godzilla sondern Gonzales

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  7. go jürgen, go ! hoffe mal die nächsten tage verlaufen reibungsloser, als es die anreise war ... ;o)
    gruß, swen

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  8. Das mit Godzilla war nicht von mir! Habe Rüdi deinen Blog weitergegeben! Denk mal es kam von ihm...?
    Gruß Markus

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  9. Freut mich, dass Du angekommen bist und es Dir nicht langweilig wird. Freue mich schon auf Deine nächsten Abenteuer, scheint ja sehr witzig zu werden.......besonders wenn ich mir vorstelle, wie Du an der Scheibe geklebt haben musst, um Deine Mutter bei 180 km/h zu erkennen :-))))

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