Dienstag, 27. April 2010

Nur ein kurzes Dankeschoen und hallo

Hola zusammen !

Wollte nur kurz Bescheid geben, dass es morgen, wenn ich in Gijon bin wieder neue Bilderchen geben wird.
Ausserdem moechte ich mich auf diesem Weg fuer die Geburtstagsgruesse und das positive Feedback bedanken. Und ja, der Weg hat mich bis jetzt doch noch nicht klein bekommen :-)

Montag, 19. April 2010

Tag 10 - von Castro nach Laredo

Diese Etappe, obwohl auch gut 30km lang war wenig anspruchsvoll. Es ging die meiste Zeit an einer Landstrasse recht eben entlang bis der Kuestenort Laredo erreicht war. In einer liebevoll gefuehrten Herberge habe ich fuer nen Klicker und nen Knopf genaechtigt und bin am fruehen morgen aufgewacht und weitergetigert weil, und das war das erste mal, bei der naechsten Etappe eine Fahrt mit einer Faehre Anstand :-)
Hier ein paar Bilderchen vom Weg nach Laredo.

Tag 9 - Ruhetag in Castro

Tag 8 von Bilbao nach Castro Urdiales

Auch wer sich diese Strecke genauer betrachtet wird festellen, dass da was nicht stimmt... genau, das ist auch nen Stueck weit auseinander... jupp, aber diese gut 40 km bin ich gelaufen :-)
Aus Bilbao heraus bin ich an alten Hafenanlagen vorbei Richtung Portugalete gelaufen
habe Kuriositaeten wie einen Lidl in einer Halle gesehen
Oder die sehr faszinierende Bruecke von Portugalete
die ich auch besichtigt habe
Oder, und das tat meinen Fuessen wirklich gut, eine Freiluftrolltreppe den Berg hoch.
Weiter ging es also nach La Arena wo ich hoffte eine Unterkunft zu finden...
Leider war dort alles geschlossen und ich musste 15 km weiter nach Castro, welches ich eigentlich erst am naechsten Tag errreichen wollte. Die Strecke hat sich dann schon etwas auf meine Fuesse und Knochen ausgewirkt. Ich war wirklich froh, als ich um 21:00 Uhr in einem super Hotel war und nach 12 Stunden auf den Beinen nach einem Bad friedlich einschlafen konnte. Gleichzeitig hatte ich den Entschluss gefasst, in Castro einen Tag Pause zu machen. Deshalb der naechste Tag nur in Bildern....

Tag 7 - von Gernika nach Bilbao

Schaut man sich auf der Landkarte die Entfernung zwischen Gernika und Bilbao an, so stellt man leicht fest, dass an meiner heutigen Etappe etwas faul sein wird. Ja, ich gebs zu, ich habe geschummelt. Von der Planung her war alles super gut. Von Gernika aus eine kurze Etappe von 10-12 km auf die Anhoehe von Morga und dann morgen weiter nach Lezuma und Bilbao. Aber, als ich in der Herberge auf der Anhoehe von Morga ankam, sagte man mir, dass sie ausgebucht seien (war eine private) und kein Platz fuer mich existiert. Nachdem ich die Herberge bestimmt 10 km durch Wald und Wiese gesucht habe, ist so eine Aussage schon ernuechternd. Ok, habe ich mir gedacht, frag den Typ wo die naechste Herberge ist. Er sagte zu mir trocken in Bilbao und wenn ich moechte, kann ich am naechsten Ort einen Bus nehmen... Das habe ich dann auch gemacht :-)
  Man stelle sich vor fuer € 1,70 von Neustadt nach Mannem... super guenstig die oeffentlichen hier.
Auf jeden Fall gut in Bilbao angekommen und am Fluss entlang auf dem Weg zur Touristen Information verschiedene Sehenswuerdigkeiten abgeklappert...
Das Rathaus...
"Mutter"
Guggenheim
Bahnhof
Um schliesslich in der abgefucktesten Pension von ganz Bilbao zu landen. Mein Gott hat das im Zimmer nach Rauch gestunken. Als ich abends schlafen gehen wollte wusste ich warum... Da hat es naemlich nach Fisch von der Kueche eines darunter liegenden Fischrestaurants gestunken... Also kraeftig bei geschlossenem Fenster geraucht und eingeschlafen

Tag 6 - von Markina Xemein nach Gernika

Der Tag sollte nicht so starten wie ich es mir vorgestellt habe. Habe mich an einer schlecht bis gar nicht ausgeschilderten Stelle verlaufen
und dadurch etwa zwei Stunden verloren, Egal, Tag ist noch lange...
Zwischendurch hatte ich einen kleinen, fliegenden Begleiter, der bestimmt 10 Minuten um mich herum geflogen ist und auf mich gewartet hat, wenn ich kurz verschnaufen musste. Ich nannte ihn Fritz...

Vorbei ging es noch an einem Friedhof ala Ikea.... raeumst Du noch ?

 Und um 18:00 Uhr bin ich dann in Gernika eingetroffen.
So sieht das Ortsschild aus...
Und so das beruehmte Bild vom Pablo...
Habe dann in einer schlichten Jugendherberge mit fuenf anderen Pilgern geschlafen und des Nachts die Super-Ohrstoepsel von Jaane lieben gelernt.
Guernika hat mir nicht soooo dolle gefallen, keine Ahnung warum. Wurde aber auch, und das war der Grund fuer Pablos Gemaelde, von den boesen deutschen heftig bebombt.

Tag 5 - von Deba nach Markina-Xemein

Den Berg steil hoch
und an vielen Pferdekoppeln vorbei
ging es auf die naechste Etappe nach Markina-Xemein, wobei ich bis heute nicht weiss, ob dieses "X" wie ein "ch" in Kuchen ausgesprochen wird. Á propos Sprache... ich versteh die Spanier nicht, sie verstehen mich nicht... passt also ganz gut. Ich lebe noch und habe keinen Hunger :-)

Auf dem weiteren Weg habe ich mir dann an einer Quelle einen lecker instant Starbucks-Coffee gemacht
und begeistert festgestellt, wie toll Wasser frisch aus dem Berg schmecken kann.
An verschiedenen Baeumen im Wald hat eine Herberge Werbung gemacht... gut, nimmste die, wirste sogar abgeholt.
Einfach in einer Bar melden und sagen, dass sie mich abholen sollen. Habe einfach das Bild dem Wirt gezeigt. Er hat das dann schon verstanden. Waehrend des Wartens dann noch ein paar Pintxos gegessen. Lecker sind auch die mit Anchovis.
So sah ich dann abends aus..
und so die Herberge am fruehen morgen...

Tag 4 - von Orio nach Deba

Morgens recht lange geschlafen und nach einem Schmelzkaesefruehstueck vorbei an einer Pussy (mein schottischer Nachbar sagt zu seiner Katze immer Pussy, habe ich mir angewoehnt)
ging es ueber den Strand von Zarautz
und Getaria
quasi sehr nahe (10 km sogar an einer Kuestenstrasse) am Meer entlang und so ging es, weil es eben nicht so bergig war, recht flott voran. Man denkt ja nicht, wie bergig es hier ist. Ein Vergleich... die Kalmit bei Neustadt ist 673 Meter hoch. laeuft man von Neustadt aus auf die Kalmit legt man ungefaehr 500 Hoehenmeter zurueck weil Neustadt bei glaube ich etwa 150 Meter ueber NN liegt. Ich glaube also behaupten zu koennen, dass ich des oefteren auf die Kalmit gekraxelt bin und noch werde.
Insgesamt hat der Camino de la Costa 20.000 Hoehenmeter.
Gut, an ein paar Maehhhhs vorbei
gings dann weiter und in der voelligen Oede traf ich auf eine Oase in Form einer kleinen Bar. Bei einem Herrengedeck (Cafe con leche und Pintxos (belegtes Baguette, total lecker)
staerkte ich mich zum Endspurt fuer heute, machte mich auf die Suche nach dem naechsten gelben Pfeil die manchmal etwas schwer zu sehen sind ;-)
und erreichte nach 29 km Deba.
In Deba sollte es eigentlich eine staendig geoeffnete Herberge geben. Mein Reisefuehrer war da leider nicht auf dem aktuellen Stand und so schlief ich eben in einer netten Pension fuer wenige Euronen.

Tag 3 - von San Sebastian nach Orio

Nachdem ich mir gestern zum Abend hin den Bauch mit Schmelzaskaese (Danke Swen ;-)) und Baguette vollgeschlagen habe, dachte ich mir dass das Fruehstueck nach einem erholsamen Schlaf genauso beginnen soll.
Bei wunderbarem Wetter und frisch gestarkt habe ich mich mit dem Fuehrer in der Hand Richtung Orio auf den Weg gemacht. In Orio gibt´s ne Herberge und von der Etappenlaenge schien es auch ok zu sein. Auf dem Weg in schoener Umgebung traf ich die ein oder andere Pussy...
 ... und mit Ehrfurcht stelle ich fest, was es eigentlich bedeutet gut 800 km zu wandern...
(das liegt heute noch alles vor mir)
Obgleich die Vorstellung beeindruckt muss ich doch zugeben, dass die Landschaft eine sehr schoene ist. hat mich irgendwie an die Pfalz erinnert. Bei uns gibt´s das Rebenmeer, hier ein echtes, nasses...
Nach etwa 15 km ab San Sebastian bin ich dann schon fast in Santiago angekommen...
... und habe es mir in der Herberge bei Rosa gemuetlich gemacht. Die Herberge hat mir sehr gut gefallen, wir waren nur zu dritt. Eine Lady aus Kanada und ein aus Polen staemmiger Australier waren schon einquartiert und es war viel Platz fuer mich und Gonzales vorhanden.
Bin dann nur noch kurz in den Ort gewackelt um ein Baguette und etwas (na was ?) genau Schmelzkaese zu kaufen und bin nach einer schoenen Dusche und einem Telefonat in die Heimat eingenickt.