Montag, 26. Dezember 2011

Ein Jahr danach...

Soooooo..... :-)
Es ist tatsächlich schon wieder ein Jahr her, dass ich hier bin. Verrückt.
Obwohl... hm... eher eingerenkt. Ich denke schon, dass mich die Zeit der Erlebnisse auf meiner Reise positiv geprägt hat.
Das fing beim Jakobsweg an und hörte bei meinen letzten Stationen in Singapur, Tokyo und Hong Kong auf. Wenn ich im Nachhinein so drauf schaue, dann war es schon ein Abenteuer. Job hinschmeissen und abhauen. Danke an alle die mich während der Zeit dadurch unterstützt haben, dass sie an mich gedacht haben.
Ihr wart die ganze Zeit dabei! War schön. Und bestimmt nicht mein letztes Reiseabenteuer.
Manch' einer fragt sich vielleicht:"Hö, was schreibt der denn jetzt noch den letzten Teil seines Berichts?" Ganz einfach. Ich wollte nicht früher. Ich wollte dieses Kapitel nicht einfach so mit einem Eintrag in meinem Blog abschliessen und dann weitertrotten. Ich wollte mir jeden Moment so lange es eben ging präsent halten.
Erst jetzt kann ich sagen, dass alles gut ist, dass ich wieder eingerenkt bin und das Erlebte mit Distanz betrachtet als das größte Abenteuer meines Lebens in mir wahren kann.
Vielleicht hat mich auch der Alltag hier zu sehr übermannt so dass ich gar keine Muse hatte meine Gedanken zu ordnen. Jetzt ist aber wieder alles gut. Lebbe geht weida und ein neues Jahr beginnt bald. War Zeit, gedanklich einen Abschluss zu finden. Die Erinnerungen bleiben hoffentlich noch ganz lange erhalten.
Ich stöbere gerade mal wieder in meinen Bildern und möchte Euch natürlich nicht vorenthalten wo ich bei meinen letzten drei Stationen war.
Es war nach Australien zuerst mal Singapur. Bekannt für seine "pro-Kippe-auf-die-Strasse-werf-100 €- Strafe" und genauso überwältigend und auch beängstigend wie die anderen asiatischen Metropolen die ich besucht habe. Bissel Gigantisimus da, viel zu viele Menschen dort. Nicht schön. Braucht man nicht unbedingt hin war aber wieder so ein Zwischenstopp weil es eh auf dem Weg lag. Noch nicht mal Bilder habe ich gemacht.
Nach Singapur bin ich nach Tokyo. Ich wollte schon immer mal nach Japan. Sehen wie die Leutchen dort es hinbekommen Ihre alten Traditionen mit dem modernen Leben zu verbinden. Weil aber der Gedanken bald wieder zu Hause zu sein so sehr in mir genagt hat, bin ich gar nicht groß rausgegangen. Zudem war ich sehr weit Abseits des Geschehens in einem Ort in dem *freu* Hello Kitty World angesiedelt ist. Mensch was war ich froh endlich meine Hello Kitty Handtasche tragen zu können ;-)
Nee, im Ernst. Wetter war schlecht. Ich war weit weg vom Schuß. Auf den Fujiyama, den ich eigentlich besteigen wollte, haben sie niemand raufgelassen. Kirschblüte war auch noch nicht... alles doof. Dadurch, dass ich insgesamt ein wenig kürzer als geplant unterwegs war, war ich halt auch früher in Japan und dadurch waren die Dinge nicht so wie ich sie mir vorgestellt habe (schlechtes Wetter und zu früh für Kirschblüte).

Bemerkenswert für mich (genauso wie für die Sendung mit der Maus und die Simpsons) sind natürlich die japanischen Toiletten. Von der Sitzheizung über Lautsprecher (damit man das Pupen nicht hört) hin zu eingebauter Unterbodenspülung gibt es wenig was die Dinger nicht können. Der neuste Trend sind eingebaute Analysegeräte die den Urin untersuchen und Ernährungstipps geben *lach*
Das hier ist meins im Hotel gewesen

Na ja, stand auch schon immer auf meiner "Will-ich-mal-gesehen-haben-Liste" (neben Eisbergen, Walen und Vulkanen). Insofern hat Japan seinen Zweck erfüllt. Werde aber wohl mal wieder hingehen weil ich denke dass meine Eindrücke dem Land und den Leuten nicht gerecht werden.
Tjo, und dann nach Hong Kong.
Hier hat's mir eigentlich recht gut gefallen. Natürlich ist auch das ein Moloch. Aber durch die lange Zugehörigkeit zum British Empire ist es doch sehr westlich orientiert und kann auch andere Sachen als Wolkenkratzer vorweisen.
Zum Beispiel Bruce Lee.
Der Recke war Hong Kong Chinese und hat an der Promenade sogar ein Denkmal bekommen.

Blick aus dem Zimmer meines Hotels.



Und dann gings auch schon nach Hause. Am Flughafen wurde ich mich  einem echten Pfälzer Schoppen empfangen. Der "Circle of Life" hat sich weiter gedreht. Ich habe wieder einen Job. Gonzales ist frisch gewachen und ich freue mich auf die Abenteuer die mir das Leben noch bieten wird.

Jedem der auch nur ansatzweise die Möglichkeit hat eine Auszeit zu nehmen empefehle ich es. Macht es! Man kommt danach wirklich eingerenkt zurück. 

Jürgen

P.S.: Weils die im Nachhinein meistgestellte Frage war:

Am Besten hat es mir in folgenden Ländern / Orten gefallen.

- Neufundland (leider habe ich keinen einzigen Neufundländer gesehen)
- Neuseeland (einfach nur schön. Hoffentlich bekommen sie es hin die Natur zu wahren)
- Yosemite Nationalpark 
- Hawaii (die kiffenden Hawaiianer waren zu gut)
- Death Valley
- Sydney
- San Francisco 
- Boston

Samstag, 18. Dezember 2010

Australien

Nachdem ich meinen kleinen Campervan in Christchurch abgegeben habe und von dort aus nach Australien geflogen bin habe ich erstmal zwei Naechte in Melbourne verbracht.

Von dort aus gings dann mit einem Hyundai Getz (komisches Autoi... hat mich einmal ausgesperrt) ueber die Great Alpine Road Richtung Sydney.
Jo, auch Australien hat Alpen. Nicht so hoch und schoen aber immerhin.

Ich wusste nicht, dass Australien so gruen sein kann. Habe immer das Bild vor Augen gehabt dass alles trocken und heiss ist.
Und ich muss zugeben, dass Australien beeindruckend gross ist (bzw. ich haette mir nicht vorstellen koennen, dass mir in Australien langweilig werden koennte). Vielleicht war mein kleines Eindrucksammelfaesschen auch voll, keine Ahnung.
Auf jeden Fall war ich trotz Umwegen ueber die Great Alpine Road und die Blue Mountains


viel schneller unterwegs als ich geplant hatte.
Schlussendlich stand ich viel schneller vor den Toren Sydneys als ich eigentlich dachte.
Bin dann noch tausend(!) Kilometer weiter an der Kueste Richtung Brisbane gefahren  um dann wieder in Sydney zu landen. Ich muss sagen, Sydney war das Highlight meines Australienaufenthaltes. Tolle Stadt.
Operahouse, Harbourbridge und Skyline...




Donnerstag, 16. Dezember 2010

Adieu Neuseeland

Neuseeland ist ein wunderbares Reiseland.
Es ist viel groesser als man sich bei einem Blick auf die Landkarte vorstellen kann und es gibt sehr viel zu sehen.
Gut, manche Sehens"wuerdigkeit" bezeichne ich mal als frag"wuerdig".
Zum Beispiel die laengste Haengebruecke der suedlichen Hemisphaere oder das tiefste Loch der suedlichen Hemisphaere usw. Die suedliche Hemisphaere nehmen sie gerne als Vergleichsraum...
Aber eins muss man den Kiwis wirklich lassen. Die Natur ist wirklich fantastisch.
Weniger auf der Nordinsel auf der die Schaafsmonokultur deutliche Spuren hinterlassen hat.
Die Suedinsel ist das was man sich unter Neuseeland vorstellen koennte.
Ich hoffe, dass sie ihre Natur bewahren koennen....

Dienstag, 14. Dezember 2010

Rohan und Gondor

Sehr gut gefallen hat mir die Fahrt zu Ostseite des Mt. Cook.
Sie fuehrte mich durch Gondor...
und Rohan...
direkt zum hoechsten Berg Neuseelands den ich nochmal aus der Naehe sehen wollte.
Weiter ging es dann nach Christchurch und zum Ende meines Aufenthaltes auf Neuseeland.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Catlins

Die Catlins sind eine ruhige Gegend im suedlichsten Zipfel der Suedinsel.
Es hat geregnet. Habe mich nicht zu lange hier aufgehalten.
Das Meer hat ziemlich getost
Es gab auch mal wieder einen Leuchtturm zu sehen
Und einen Gelbaugenpinguin der sich einfach nicht rumdrehen wollte.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Milford Road / Milford Sound

Es gibt eine Liste, "101 Must sees for Kiwis". Der Milford Sound steht an Nummer eins.
Ueber die Milford Road geht es vorbei an schoenen Ebenen (ohne Schaafe weil Nationalpark)...
... durch Taeler mit sehr vielen Wasserfaellen...
... verlaeuft die Strasse vorbei an Kea-Wegelagerern...
... zum Milford Sound.
Hier gibt's die scheonen Bowen Falls und den wolkenverhangenen Mitre Peak.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Bieberfieber :-)

Bieberfieber auch bekannt als Giardia fuehrt den Unwissenden unweigerlich zu einem Lachen. Mindestens aber zu einem Laecheln. Ja, der Name ist lustig. Hat aber nichts mit einem Hype um Justin Bieber (wer ist das ueberhaupt) oder mit Biebern an sich zu tun.
Als ich mich auf die Reise vorbereitet habe, habe ich viel ueber Wasseraufbereitung gelesen und mir schlussendlich einen First Need Water Purifier gekauft.
Warum? Nun, er kann Bieberfiebererreger aus Wasser filtern.
Hier ein Artikel aus Wikipedia...

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Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie werden, ähnlich wie Kokzidien, traditionell zu den Protozoen gezählt, d. h. es sind heterotrophe („tierische“)Einzeller. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren, aber auch bei AmphibienReptilien und Vögeln vor. Für den Menschen stellen sie als Zoonoseerreger eine Gefahr dar. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia oder Giardia duodenalis genannt, der Vögel und Säugetiere befällt. Giardia agilis kommt bei Reptilien vor, Giardia murisbei Nagetieren und Vögeln.[1]
Die Darmparasiten haben eine birnenförmige Gestalt mit zwei typischen Kernen, die den Anschein eines Augenpaares (in Wirklichkeit Zellkerne mit Erbinformationen) haben. Zur Fortbewegung nutzen Giardien ihre Geißeln. Mit Hilfe ihrer Bauchhaftscheibe sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h. sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut.
Um andere Lebewesen (u. a. auch Menschen) zu befallen, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle und lassen sich über den Kot ausscheiden. Durch die Hülle sind sie tage- bis wochenlang geschützt, bevor sie vom neuen Wirt über verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infektiösen Parasiten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensfähig bleiben können.
Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit,Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist.
Giardien stellen ein Problem in der Trinkwasseraufbereitung dar, sie lassen sich weder durch Chlor noch durch Ultraviolettstrahlung komplett abtöten. Aus diesem Grund wird zur Oberflächenwasser-Aufbereitung häufig Ultrafiltration eingesetzt, um sie abzufiltrieren.
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Der letzte Absatz hat mich dazu bewogen genau diesen Filter zu kaufen. Er kann, als einer der wenigen, aufgrund seiner mikrofeinen Filterstruktur die Geisseltierchen, die in den Gewaessern Neuseelands leider immer oefter vorkommen, herausfiltern. Ausserdem schmeckt das gefilterte Wasser ziemlich klasse :-)
(Fuer alle die sich wundern warum ich das hier schreibe... Beim Abschied von Family & Friends war das ein vieldiskutiertes Thema. Gruss an Markus :-))

Freitag, 3. Dezember 2010

Kepler Track

Unweit von Queenstown liegt eine der Hauptattraktionen Neuseelands. Der Fjordland Nationalpark.
Hier hat es einige Great Walks. Der beruehmteste, der Milford Track, war ausgebucht.
Zeigt, wie blind manche Leute sind, geht es darum DIE Attraktion zu sehen.
Irgendwann hat mal einer, der den Weg gar nicht gelaufen ist, geschrieben, dass der Milford Track der schoenste Wanderweg der Welt ist und seit dem wollen ihn alle gehen :-(
Nun ja, ich habe mich fuer den Kepler Track entschieden. Hat mir sehr gut gefallen.
Der erste Tag befasst sich damit eine Huette oberhalb der Baumgrenze zu erreichen, der zweite fuehrt dann oberhalb der Baumgrenze ueber schmale und steile Bergkaemme und am dritten laeuft man entlang eines Sees zurueck zum Startpunkt.







Mittwoch, 1. Dezember 2010

Queenstown

Dieses Staedtchen gilt als Adrenalinhauptsadt. Von Abseiling ueber Paragliding und Skiwiring hin zu Zorbing kann man hier alles machen um sein Adrenalinausstoss ein wenig zu steigern.
Ich habe noch genug davon auf Halde und habe mich an die Besteigung von Ben Lomond gemacht :-)
Ben Lomond ist ein Berg !!!!
Ein schoener, steiler.
Bischen in die Ferne schweifen...

Kalt war's oben. Aber schoen.

Queenstown scheint auch heiratswuetige Asiaten anzuziehen...
Man beachte die obligatorische Hand vorm Mund *hihi*

Samstag, 27. November 2010

Franz-Josef und Fox Gletscher / Mt. Cook / Haast Pass

Weiter ging es Richtung mit zwei Gletschern auf dem Weg.
Franz Josef:
Fox:
Spannender fand ich persoenlich zum ersten mal den hoechsten Berg Neuseelands zu sehen.
Aoraki (Wolkenstecher) / Mt. Cook
Zuerst ganz fern (der kleine rote Knubbel rechts)
Dann etwas naeher...
Meiner Meinung macht das den Reiz Neuseelands aus. Nur wenige Kilometer vom Meer entfernt "Hohe Berge, weite Taeler, klare Fluesse, blaue Seen..." *traeller*
Manchmal habe ich auch lustige Dinge gesehen die in keinem Reisefuehrer genannt werden...
Steinpyramiden:
Hat wohl irgendwann mal einer angefangen und hunderte haben es nachgemacht :-)
Von Haast ging es dann nach Wanaka an einem schoenen See vorbei.


Hier noch ein paar Drehorte...
"Country South of Rivendell"
Anduin: