2010 wird für mich viele Veränderungen bringen. Manche gut, manche schlecht. Für alle die sich mit mir auf Reise begeben wollen sei dieses kleine Tagebüchlein gedacht.
Ich wünsche viel Spaß beim Verfolgen
kanpp 4.000 Meter hoch und einer der maechtigsten Berge ueberhaupt. Mit knapp 11.000 Metern vom Meeresboden ist er sogar der groesste Berg der Welt. Und auch der voluminoeseste.
Schaut man sehr genau hin, dann kann man oben auf dem Berg 4 weisse Punke erkennen die von Nahem so aussehen...
Dort oben war es mit um die 0 Grad ziemlich frisch. und es gibt Stellen mit Permafrost. Ab Ende Oktober kann man auch Ski fahren.
Weil die Sicht so gut und Lichtverschmutzung nicht vorhanden ist wurden hier die groessten Teleskope der Welt errichtet die wie Waechter in eine Richtung schauen.
Ich habe noch nie eine so klare nacht erlebt.
Der Guide hat dann noch eine halbe Stunde mit zwei in Deutschland wohl verbotenen Laserbeamern Sterne gedeutet und Sternzeichen erklaert. Das war wirklich sehr interessant, informativ und wunderschoen.
Am naechsten Tag bin ich dann von Hilo aus nach Honolulu und von dort direkt weiter nach Nadi auf Fiji geflogen. Mehr davon bald.
Big Island ist wie alle hawaiianischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Auf Big Island, der juengesten mit 800.00 Jahren Alter, gibt es einen der aktivsten Vulkane ueberhaupt. Seit 30 Jahren speit er Lava und vergroessert die Inse dadurch um einige Hektar pro Jahr.
Eines meiner Hauptziele auf Hawaii war es nun, die in das Meer fliessende Lava von ganz Nahe zu erleben.
Habe mich einer Gruppe angeschlossen die 2 lokale Guides hatte (auch auf Gras...) und bin mit denen ueber nicht ungefaehrliche Gesteinsaformationen zur Lava gelaufen.
Alleine und auch noch im Dunkeln zurueck waere defintiv zu gefaehrlich gewesen.
Auf den Bildern kann man die "Stimmung" die dort herrscht nicht wirklich einfangen. Es ist nicht laut. Es riecht ein bischen nach faulen Eiern. Und es ist verdammt heiss wenn man nur wenige Meter entfernt von der Lava laeuft.
Sehr beeindruckend und auch irgendwie mystisch. Fremd fuer mich und sehr schoen.
Voellig gegensaetzlich war einen Tag spaeter mein Trip auf den Mauna Kea...
Die Hawaiianer haben auch einiges an Kultur zu bieten. Im Alltagsleben sind sie ziemlich "amerikanisiert", pflegen aber in Historical Parks ihre alten Heiligtuemer.
So sieht ein altes hawaiianisches Dorf aus..
Auf diesem Bild kann man, wenn man genau hinschaut, eine gruene Meeresschildkroete entdecken..
Gonzales fuehlte sich durch die Totems die Gegner abschrecken sollten wenig beeindruckt.
Wie ich zu Muetze kam ist eigentlich schnell erzaehlt.
Auf Hawaii wollte ich unbedingt mal tauchen. Hatte urspruenglich vor in den eisigen Gewaessern des Atlantiks auf Neufundland ein bischen Wracks zu betauchen. Aber, da haette ich einen Trockentauchanzug mieten muessen, die Termine waren nicht so, dass sie mir gepasst haetten usw. usw.
In den warmen Gefilden Hawaiis stand der Entschluss recht schnell fest tauchen zu wollen. Vor allem weil es hier einen sagenhaften Tauchspot gibt, bei dem die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, Mantas, imho die anmutigsten Geschoepfe im Meer, zu sehen.
Seht selbst: (die ersten paar Sekunden wurde mein Tauchbuddy gefilmt, konnte das mit den mir gegebenen Mitteln nicht besser zurecht schneiden)
Jo, und wie es der Zufall so will habe ich in einem Souvenirshop die Muetze zu diesem beeindruckenden Erlebnis mit Mantas gefunden :-)
Zum Hintergrund: Das war ein Nachttauchgang. Irgendwann hat mal einer herausgefunden, dass wenn man das Meer nachts beleuchtet Plankton angelockt wird. Irgendwann hat dann ein Manta mal rausgefunden, dass wenn das Licht angemacht wird, Plankton=Futter angelockt wird und seit dem ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch hier nachts Mantas vorzufinden.
War der beeindruckendste Moment in meinem Taucherdasein. (ausser vielleicht dem grandiosen Rifftauchgang mit Markus *lach*)
Wer mich kennt, der kennt auch "Muetze". Muetze hat mich eineinhalb Jahrzehnte treu begleitet und mir waehrend dieser Zeit Schatten gespendet und meine Birne vor Wind und Wetter geschuetzt.
Hier nochmal ein Erinnerungsfoto:
Im Laufe der Zeit fing Muetze an erste Verschleisserscheinungen aufzuzeigen und gegen Ende hin roch Muetze auch wie ein alter Mann.
Nun habe ich, zumindest fuer die Zeit meiner Reise, einen Nachfolger gefunden.
Sein Name soll sein:"Muetze"! :-)
Wie ich zu ihr kam und welch fantastische Geschichte sich um Muetze rankt, kann man vielleicht schon am Aussehen erkennen...
Die Geschichte liefere ich in den naechsten Tagen.
Gonzales und ich sind dann Richtung Sueden zum Volcanoes National Park gefahren.
Hier hat es, wie der Name vermuten laesst, Vulkane.
Eigentlichbesteht die ganze Insel aus Vulkan. Der Mauna Kea und der Mauna Loa sind die hoechsten. Auf dem Mauna Kea stehen viele Teleskope. Gute Sicht und so.
Mein Zelt habe ich auf einem ruhigen Zeltplatz aufgeschlagen. Hier habe ich zwei Hawaiianer kennengelernt die den ganzen Tag nix anderes machen als wandern und kiffen. DAS ist ein Leben ;-)
Bevor es zu den Vulkanen geht aber noch ein bischen Fauna...
Diese Spinne heisst wie ?
Genau!
"Happy Face Spider" :-)
Habe noch nie einen passenderen namen fuer ein Tier gesehen. Hat mich fast weggeschmissen als ich das auf einer Infotafel gesehen habe *lach*
Wie in den anderen Nationalparks auch gibt es eine Strasse so dass man bequem mit dem Auto fahren kann, kurz seinen dicken Bobbo aus dem Auto hebt um die Attraktionen zu besichtigen und weiter faehrt.
Gut dass es so ist. Gibt mir die Moeglichkeit auf Schusters Rappen die Gegend zu erkunden.
Lava Tubes:
"abgebrochene Klippen"
Lava Arch
Neues Leben
Regenbogen (gab viele davon)
Molded Trees (Lava fliesst um Baum, Baum verbrennt, Lava kuehlt waehrenddessen ab, Baum verbrennt komplett, hinterlaesst Loch in nicht mehr fliessender Lava)
Kilauea-Iki-Trail
Maehhhh
Regenwald
Was ich noch nicht gesehen habe ist Lava :-( Hoffe das noch hin zu bekommen. Bin aber nach den Tagen hier erstmal weiter Richtung Kona an der Westkueste gefahren. Mehr darueber bald.
Zwischen den einzelnen Inseln gibt es regen Flugverkehr so dass ich fuer wenige Dollars mein naechstes Ziel, Big Island, erreichen konnte. Die ersten Naechte verbrachte ich in einem zum Hostel umgebauten Hotel.
In der Umgebung habe ich mir die sehr schoenen Rainbow- und Akaka-Falls angeschaut...
... und konnte meinen ersten Regenwald (ausserhalb des botanischen Gartens in Frankfurt) bewundern.
Ist schon schoen, Voegel zwitschern, Froesche quaken wie verrueckt (hier gibt es einen Frosch der eingefuehrt wurde, keine Feinde hat, sich wie verrueckt vermehrt und lauter als ein Presslufthammer quakt) und es ist so gruen dass sogar ich es sehe.
Es gibt schoene Blumeln...
und jede Menge Straende in und um Hilo, der feuchten Ostkueste Big Islands.
" Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier..." *traeller*
Schon komisch welche Lieder einem nimmer aus dem Kopf gehen wenn man so unterwegs ist.
Natuerlich habe ich mir auch mal einen "Strandtag" mit Gonzales gegoennt und den beruehmten Waikiki Beach besucht.
Gonzales wollte unbedingt surfen...
Waikiki an sich ist gar nicht soooo dolle. Da habe ich unterwegs schoenere Straende gesehen. Ist halt populaer wegen der Schicki-Micki-Hotels drumrum.
Honolulu ist halt eine grosse Stadt mit mehreren 100.000 Einwohnern. Aber eins muss man sagen. Bisher die sauberste und sicher gefuehlt habe ich mich auch.
Bei einer Wanderung auf den Diamond Head Crater hatte ich Moeglichkeit mehr davon vor die Linse zu bekommen...
Die Wanderung auf den erloschenen Vulkan hat mir gut gefallen. Wenige Meter ausserhalb der Stadt war es schon ruhiger und die Straende so wie man sie sich von Hawaii vorstellt.
Alooooohhhhaaaaa heeeee *traeller*
Ich hatte ja gehofft von huebschen Hula-Maedchen in Empfang genommen zu werden. War leider nix. Nicht mal ein Lei, so heissen die Blumenketten, gab es bei meiner Ankuft auf Hawaii. Genauer gesagt in Honolulu auf O'ahu. Nun gut, Taxi zum Hostel genommen und auch positiv ueberrascht worden. Angenehmes Hostel und nur wenige Minuten mit dem Bus vom Waikiki Beach entfernt.
Das Einzelbett hinten war meins :-)
Nachdem ich "angekommen" war habe ich mich etwas naeher mit den Buslinien auf O'ahu auseinandergesetzt. Ist wirklich nicht schlecht. $2,50 zahlen und fahren soviel man will (aber nur einmal umsteigen).
Bin zuerst mal nach Pearl Harbour gefahren. Hier haben die Japaner bekannterweise die Amerikaner angegriffen und diese hierdurch in den zweiten Weltkrieg involviert. Zum Gedenken wurden die gesunkenen Schlachtschiffe quasi als Friedhof liegen gelassen. Das bekannteste ist die USS Arizona in der 1170 Soldaten ums Leben kamen (die sind da auch noch drin... zumindest was die Fische uebrig gelassen haben)
Man faehrt mit einem Bootchen vom Festland zum Memorial
Und erreicht auch bald die Gedenkstaette die ueber der USS Arizona errichtet wurde.
Hier ein Bild von einem Bild das verdeutlicht wie alles platziert ist und wie nah man da dran ist. Schon beklemmend.
Die Schornsteine und Aufbauten schauen auch noch aus dem Wasser raus...
Und viele Touris waren anwesend...
Neben der Gedenkstaette gibt es noch ein U-Boot, die USS Bowfin, ein U-Boot-Museum und die USS Missouri zu besichtigen. habe mich fuer die Tour zum Battleship Missouri, Mighty Mo, genannt entschieden und eine gefuehrte Tour mitgemacht. Ist schon beeindruckend... 270 Meter lang...
... und selbst die olle Cher ist mal drauf rumgehuepft...Fragt mich nicht woher ich das weiss... kann sein, dass ich das, als das Lied noch aktuell war, mal bei "Formel 1" mit Ingolf Lueck aufgeschnappt habe. Ist auf jeden Fall ein Weilchen her. Auf dem Memorial findet man jedenfalls keinen Hinweis darauf :-)
Ach ja, auf der Missouri haben die Japaner dann auch, nachdem die Amerikaner ihre A-Bomben geworfen hatten, den Waffenstillstand unterzeichnet und den Krieg zwischen Japan und USA beendet.