Sonntag, 23. Mai 2010

Tag 14 - von Santillana del Mar nach Comillas

An diesem Tag geschah wenig spannendes. Es ist schon interessant wie schnell die Zeit verfliegt. Man läuft seine 5-8 Stunden, macht natürlich die ein oder andere Pause und schwupps ist schon wieder Abend und die Suche nach der Herberge beginnt.
In Comillas war das natürlich auch so und ich fand in einem gepflegten Hostal eine Unterkunft. Abends habe ich zum ersten mal einen ganzen Fisch (mit Kopf und Schwanz dran) gegessen der fantastisch war und bin noch ein bischen Richtung Strand und Hafen gewandert in dem die beiden Fotos enstanden.
Solche Statuen von Frauen am Hafen sieht man übrigens in Fischerdörfern recht oft. Scheint wohl die besorgte Fischersfrau zu sein die auf die sichere Heimkehr ihres geliebten Mannes hofft. 

Tag 13 - von Santander nach Santillana del Mar

Der Autor des Buches ist schon lustig. Er beschreibt im Buch eine Abkürzung die zwar illegal und gefährlich ist, bemerkt aber gleich im nächsten Halbsatz die Tatsache, dass jeder diese Abkürzung nimmt.
Die Abkürzung die beschrieben wird geht über eine Eisenbahnbrücke deren Passage per Fuss verboten ist. Man nimmt diese Brücke um wieder eine Bucht (die Spanier sagen zu sowas Ria) zu "überbrücken" und hierdurch sage und schreibe 20 Kilometer Umweg zu vermeiden. Da überlegt man dann schon...
Lange Rede kurzer Sinn, ich habe die Brücke genommen, hatte ein mulmiges Gefühl (was wenn ein Zug kommt ? Springen ? Rennen ?) schaffte es aber dann doch ohne größere Vorkommnisse.
Hier der Beweis
Nach dieser Aktion dann am nächsten Bahnhof meinen Cafe con Leche getrunken und weiter gewandert. Tagesziel war Santillana del Mar, auf das die Spanier recht stolz sind. Ist ein quasi vollständig erhaltenes, altes Dörfchen das sehr viele Touristen anlockt. Wer schonmal in Rothenburg ob der Tauber war, kann sich in etwa vorstellen, wie es dort aussieht. Hier ein paar Bilder...

Geschlafen habe ich (ohne Schnarcher) in einer öffentlichen Herberge die in einem ehemaligen Pferdestall untergebracht war. Vorher ging ich noch was leckeres Essen (Spaghetti mit Meeresfrüchten und nen Bollen Fleisch mit Pommes). In der Wirtschaft habe ich dann das entdeckt.
Wer mir sagen kann, was das ist, bekommt, wenn ich wieder da bin, einen Cidre von mir :-)
Ach ja, Patrick, mit dem ich die nächsten Tage noch öfter zu tun haben werde, ist mir an diesem Tag auch noch über den Weg gelaufen.

Tag 12 - von Guemes nach Santander

Trotz der Superohrstöpsel schlief ich heute schlecht. Der Schnarcher hatte so einen hohen Lärmpegel dass selbst die Stöpsel nicht mehr helfen konnten. Nun denn, kann man nix machen. Weiter gings Richtung Santander. Büchlein sagt, dass man nicht unbedingt dem ausgeschilderten Weg folgen solle. Oh ja, Abenteuer dacht ich mir :-) Mehr, mehr !
War nicht schlimm. Der Autor schlug vielmehr vor, einen Weg direkt an der Steilküste zu nehmen und dadurch dem Meer näher zu sein. Habe ich gemacht und tatsächlich einen sehr schönen Weg vorgefunden.
 War wirklich traumhaft. Hat mich ein bischen an die Küsten Irlands oder auch der Bretagne erinnert.
Der Weg ging dann auch bis zur Bucht nach Santander an der ich nur wieder eine Fähre nehmen musst um an die andere Seite zu gelangen.
Zu Santander kann ich gar nicht so viel sagen. Hat mir nicht besonders gefallen aber die Pension in der ich schlief war ganz ok und vom Preis her auch völlig in Ordnung. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass ich endlich ein Internet-Cafe gefunden habe in dem ich dann auch etwas Zeit verbracht habe um die Posts der ersten Tage zu erstellen.

Tag 11 - von Laredo nach Guemes

Jo, morgens frueh losgemacht um die Faehre nach Santona zu erreichen. Fähre deshalb, weil es das Büchlein sagt und so der richtig lange Umweg um eine Meeresbucht herum gespart werden kann. Scheint also legitim zu sein, dem Weg ein kleines Stück abzuringen :-) Vorbei ging es also an ewig langen Ferienhaussiedlungen Richtung Ende des Strandes wo der Bootsanlieger zu finden sein sollte. Nach kurzer Wartezeit kam dann auch das Mega-Riesen-Fährschiff...
Die Fahrt dauert nur etwa 5 Minuten und es ging weiter durch das kleine Städtchen und direkt am Meer entlang mit schönen Stränden.
Highlight dieses Tag war die Überquerung eines Berges, der zwar sehr steil war und der Weg auch sehr sandig war aber doch wunderbare Aussichten bot. Weiter ging es dann an mehreren kleinen und großen Stränden bis ich dann etwas ins Landesinnere gehen musste um meine nächste Herberge in Guemes zu erreichen. Hier
wurde mir dann ein Schlafplatz (natürlich mit einem Schnarcher) zugeteilt und nach einer schönen Dusche und einem gemeinsamen, leckeren Abendessen inklusive Kaminfeuer
 schlief ich in einem 3-Stock-Bett selig ein.